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Briefe schreiben

Auszüge aus: Post + Schule. Themenheft: Briefe schreiben. Wir bedanken uns herzlich bei der Deutschen Post und der Stiftung Lesen für die Bereitstellung des Materials.

Weiterführende links finden Sie am Ende dieser Seite.

 

1. Bausteine eines Briefes


Bausteine eines Briefes

Bei privaten Briefen gilt: Erlaubt ist, was gefällt und anderen nicht zu nahe tritt. Allerdings machen ein paar Regeln das Schreiben und auch das Lesen von Briefen ein facher. Der einfache formale Aufbau kennzeichnet für jeden Leser sofort, wann, wo, an wen und von wem der Brief geschrieben wurde (beim offiziellen Brief sind diese Regeln unerlässlich).

Die sechs Bausteine eines Briefes
1. Wo und wann?
2. Wer wird angesprochen?
3. Was wird mitgeteilt?
4. Wie verabschiedet man sich?
5. Wer hat geschrieben?
6. Noch was?

 

Anrede und Grußformel im privaten Brief

Anrede und Grußformel sind in einem Brief so etwas wie Begrüßung und Verabschiedung in einem Gespräch. So, wie man jemanden anspricht, kann man ihn auch „anschreiben“.

Handschrift oder nicht?

Auch private Briefe kann man heute am PC schreiben, besonders wenn die eigene Handschrift schwer zu lesen ist. In diesem Fall sollten Anrede, Grußformel und Unterschrift jedoch
handschriftlich sein, weil es persönlicher ist.

Briefumschlag VorderseiteBriefumschlag Vorderseite

  1. Rechts oben: Briefmarke
  2. Links oben: Absender mit Vor- und Nach namen; Straße und Hausnummer; PLZ und Ort
  3. Rechts unten: Empfänger-Anschrift mit Vor- und Nachnamen bzw. Firmennamen; Straße und Hausnummer bzw. Postfach; PLZ und Ort



Stundenverlauf Bausteine eines Briefes
Lernziel:
Formale Regeln zum Aufbau eines Briefes verstehen und anwenden.
Einstieg:
Schülerinnen und Schüler betrachten Grafik „Briefaufbau“ auf Arbeitsblatt 2.
Erarbeitung:
Unterrichtsgespräch zum Analysieren der Elemente 1–6; Klärung der sechs Begriffe, evtl. mit Muster 2 (Beispiele Anreden und Grußformeln sammeln). Schülerinnen und Schüler beschriften Arbeitsblatt 2.
Anwendung:
Schülerinnen und Schüler erhalten Blankobriefbögen. Lehrkraft gibt Beispiele für Schreibanlässe aus privat-/lebensweltlichem Bereich der Jugendlichen, möglichst in inhaltlicher Korrespondenz zum bisher
Erarbeiteten.
Arbeitsauftrag:
Schülerinnen und Schüler skizzieren einen privaten Brief ihrer Wahl und ordnen die sechs Elemente inhaltlich und formal richtig an (Arbeitsblatt 2).
Ergebnis:
Schülerinnen und Schüler stellen ihre Brief-Entwürfe vor und benennen dabei die Elemente.
Hörauftrag:
Wurden alle Elemente berücksichtigt, korrespondieren sie inhaltlich miteinander?
Weiterführende Frageimpulse:
Welche Anrede macht einen Empfänger zur Privat-
person? Welchen Effekt hätte eine private
Anrede in einem offiziellen Brief?


2. Briefanlässe


Gute Gründe für einen privaten Brief

Kontakt halten
Freundschaften pflegen
Urlaubsgrüße
Glückwünsche
Ein Geheimnis anvertrauen
Ein Problem von der Seele schreiben
Trösten
Sich entschuldigen
Jemandem sagen, dass man ihn mag
Etwas erfahren wollen
Etwas Spannendes erzählen
Eine besondere Verabredung treffen
Sich bedanken
Genesungswünsche
Einfach so
„Hallo? Gibt’s dich noch da draußen?“
„Ich denk an dich!“
„Melde mich aus dem Schlauchboot!“
„Rate mal, wer dir alles Gute wünscht!“
„Das kann ich nur dir sagen: ...“
„Ich kann das nicht ...“
„Das ist schlimm. Aber du ...“
„Am Telefon ist das so schwer: Mir tut’s echt leid. Wirklich.“
„Ich schreibe nicht jedem einen Brief!“
„Ist deine Katze wieder aufgetaucht?“
„Es war so toll, du glaubst nicht, was passiert ist ...“
„Es geht um Leben und Tod. Ich erwarte dich!“
„Ich hab mich total gefreut!“
„Gute Besserung!“
„Eigentlich muss ich Hausaufgaben machen ...“


Was einen Brief besonders macht

 

Stundenverlauf Briefanlässe
Lernziel:
Die Schülerinnen und Schüler kennen private Briefanlässe in ihrer Lebenswelt.
Einstieg:
Lehrkraft vermittelt Symbole, zum Beispiel für Ferien (Muschel), Geburtstag (Torte, Päckchen) und Glück (Kleeblatt) an der Tafel (zum Beispiel mittels Karten).
Erarbeitung:
Im Unterrichtsgespräch werden die Gründe für einen privaten Brief erarbeitet (siehe Tabelle oben).
Anwendung:
Partnerarbeit; Lehrkraft verteilt pro Team je einen Briefanlass. Folgende Fragen werden mithilfe des Arbeitsblattes schriftlich beantwortet:
– Wer schreibt an wen?
– Warum wird geschrieben? (Anlass)
– Was ist der Inhalt dieses Briefes?
Schülerinnen und Schüler benennen drei Gründe, warum diese Art der Mitteilung wohl per Brief erfolgt, und
schreiben diese auf. Im Anschluss werden persönliche Anlässe für einen eigenen privaten Brief erarbeitet (Arbeitsblatt 3; evtl. Muster 3a + 3b).
Ergebnis:
Schülerinnen und Schüler stellen ihre privaten Briefanlässe vor.
Tipp:
Alle ausgefüllten und kontrollierten Arbeitsblätter werden für die Zeit der Unterrichtseinheit im Klassen
zimmer ausgehängt – als „offenes Nachschlagewerk“
zum Thema „Brief“.

 

3. Inhalte und Struktur eines Briefes

Brieftext
Ein Brieftext ist ein schriftliches „Gespräch“

Ähnlich der gesprochenen Unterhaltung bezieht ein Brief den Adressaten/das Gegen über in den Text mit ein. Beim Verfassen eines Briefes gelten also vergleichbare Bedingungen wie in einer Gesprächssituation. Briefinhalte sind:

 

Die Stationen des schriftlichen „Gesprächs“
Die Einleitung

„Wie geht es dir? ...“
Zu Beginn geht man auf den Empfänger ein, spricht ihn/sie persönlich an. Man versetzt sich in seine Person, fragt nach, äußert Hoffnungen und Wünsche.
Antwortet man auf einen Brief, bedankt man sich in der
Einleitung dafür und beantwortet eventuell gestellte Fragen.
Der Hauptteil
„Mir geht es gut, ...“
Hier schreibt man Neuigkeiten aus dem eigenen Umfeld, die den Adressaten interes sieren; schildert Erlebtes und Ereignisse; teilt etwas über sich selbst mit und reflektiert Gedanken und Gefühle.
Der Schluss
„Bis bald ...“
Am Ende des Briefes lädt man zum weiteren Dialog ein, richtet sich nochmals an den Empfänger und schließt mit guten Wünschen ab.

 

Die W-Fragen für einen Brief (siehe Arbeitsblatt 4, Seite 34)
Wem schreibe ich?
Warum schreibe ich?
Was und worüber schreibe ich?
Welche Sprache, welchen Ton wähle ich?
Was kommt zuerst, was kommt dann?
Adressat/Empfänger des Briefes
Anlass und Grund des Briefes
Was ist wichtig; was interessiert den Adressaten?
Lustig, höflich, ernst, kurz oder ausführlich?
Wie baue ich die Informationen aufeinander auf?

 

Stundenverlauf Briefinhalt und -struktur (Muster 3a + 3b, Seite 27; Arbeitsblatt 4, Seite 34)
Lernziel:
Den inhaltlichen Aufbau eines privaten Briefes kennen.
Einstieg I:
Liebe Tante! Wie geht es dir? Mir geht es gut. Bis bald, dein Tom Lehrkraft schreibt es an oder zeigt es als
Plakat; Diskussion.
Einstieg II:
Lehrkraft heftet große Karten mit „W“ untereinander an die Tafel.
Erarbeitung:
Gespräch über die W-Fragen; schriftliche Fixierung an der Tafel.
Anwendung:
Schülerinnen und Schüler erhalten Arbeitsblatt 4 mit dem Arbeitsauftrag, sich einen eigenen, persönlichen privaten Schreibanlass zu suchen
(evtl. Einsatz Muster 3a + 3b).
Vorarbeit:
Lehrkraft erarbeitet per Unterrichtsgespräch mit den
Schülerinnen und Schülern die W-Fragen. Schülerinnen und Schüler füllen Arbeitsblatt 4 aus und planen
so ihren Brief.
Ergebnis:
Schülerinnen und Schüler stellen gegenseitig in Partnerarbeit ihren Brief vor.

 

 

Weiterführende Links

Briefe schreiben - Kurzfassung (PDF)

Post + Schule. Themenheft: Briefe schreiben
http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/download/post_und_schule/5_8_briefe_schreiben_2010.pdf

Post + Schule. Klassen 5-8. Themenheft: Kreative Briefe und Karten
http://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/P_p/Post-Schule/5-8_Kreative%20Briefe_final.PDF

 

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